Schweizer Alpen Club Sektion Manegg Zürich
Skitour Stelli 31. Januar 2010

Schon die Anfahrt am 31. Januar war aufregend. In der Nacht und am Morgen früh hatte es ziemlich stark geschneit. So war die Autobahn stellenweise vollkommen weiss. Im Sarganserland fühlte man sich wie in einem Wintergebirgskurort. Mit einiger Verspätung kamen zum Glück alle ohne Zwischenfälle am Treffpunkt an. In Untervaz besetzten die fünf Zürcher Autos gleich alle guten Parkplätze für unsere Skitour auf den Stelli. 

Zu Beginn stiegen wir auf einem Natursträsschen durch den Wald empor, die Sonne zeigte sich immer öfters und es entstand eine wunderbare Winterstimmung in den frisch verschneiten Bäumen. Weiter ging es bergauf, vorbei an einzelnen Häusern und Maiensässen. Schon bald merkten wir, dass der Stelli ein begehrtes Skitourenziel ist. Vielleicht nicht zuletzt darum, weil er auch bei erheblicher Lawinengefahr gut besteigbar ist. Neben den 14 Maneggern, hatten sich auch viele Einheimische auf den Weg zum kleinen Nachbarn des Calanda aufgemacht. Eine viertelstündige Pause nach gut der Hälfte der Strecke war bei den Meisten äusserst willkommen. Schon bald erreichten wir die Baumgrenze und sahen die vielen Lawinenverbauungen und wussten: Unser Ziel kann nicht mehr weit sein!

Inzwischen zeigte sich die Sonne immer seltener, grosse Schneeflocken und Nebel wechselten sich ab. Hin und wieder riss die Wolkendecke auf und gab die Sicht auf die Bündner Herrschaft im Osten und auf der anderen Seite den Pizol (unser letztjähriges Fit- und Wellnesstourenziel) frei. Nach ca. vier Stunden und 1500 Höhenmetern erreichten wir den Gipfel - oder eher das Gipfeli!

Nun ging es wieder abwärts durch den vielen Schnee, was nicht immer einfach war. Urs hatte beim Aufstieg einen noch jungfräulichen, wunderbaren Tiefschneehang erspürt, welchen wir uns jetzt natürlich nicht entgehen lassen durften. Um danach auf unsere Route zurückzukommen, hatten wir ein Waldstück zu durchqueren, welches gemäss Urs’ Karte sehr licht sei. Beim Durchkämpfen stellte sich heraus, dass entweder die Bäume in diesem Wald wahnsinnig schnell gewachsen waren oder – wahrscheinlicher - die Karte von Urs vom Flohmarkt stammt.

Wohlauf in Untervaz angekommen, freuten sich alle auf ein heisses Bad im neu renovierten Thermalbad Ragaz. Vom Aussenbad, Sprudelbad, Dampfbad bis hin zur Sauna gab es hier alles, was man sich nach einer anstrengenden und schönen Skitour wünschte. Hier stiess auch unser Tourenobmann Marc Hohl zu uns. Erholt und entspannt machten wir uns anschliessend in Richtung Restaurant für ein gemütliches Abendessen auf.                            

Riccarda und Christian

Bilder 

Fotos: Urs D.

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