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Nach dem echten Wintererlebnis auf der Schneeschuh-Tour im
Glarnerland haben wir uns alle sehr nach dem Frühling mit warmen Felsen
gesehnt. So war es nicht weiter erstaunlich, dass sich 15 Kinder und 11
Erwachsene von Gian-Andri Tannò und seiner Familie in den welschen Jura zum
Klettern bewegen liessen.
Nach einer gemütlichen Zugfahrt nach Biel war das Umsteigen
in den Regionalzug nach Malleray umso hektischer: haben wir auch ja alles:
Kinder, Seile, Essen?
Komfort darf sei und so liessen wir die schweren Rucksäcke
mit einem Taxi bis zur Hütte schon mal voraus fahren. Nach einer ersten Etappe,
wen wunderts haben wir schon gemütlichen Rast gemacht und die Sonnenstrahlen im
1 Juratal genossen. Aber Achtung: die Bise bläst im Jura ganz besonders stark
an man merkt bald hinter welcher Tanne der Windschutz am besten ist. Nach einem
steilen Waldstück sind wir dann mit einer extrabreiten Aussicht über das ganze
Mittelland belohnt worden. Die Cabanne de la Rochette ist wunderbar gelegen und
mit einem Kinderspielplatz mehr als familientauglich: wenn nur diese seltsame
Sprache nicht wäre!
Den Eltern würde eben Frühfranzösisch auch gut tun…
Aber keine Angst, wenn es ums Essen geht, verstehen sich
alle!
Die Kletterfelsen waren gar nicht so einfach zu finden, ragt
doch nur ein kleiner Felsriegel aus den Juraweiden, welche erst noch dick unter
dem Schnee lagen. Der Felsriegel ist wie unsere Kinder ein Bijou: nicht zu
hoch, sehr übersichtlich und auch mit einer obligaten Feuerstelle versehen. So
war es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass Einige vor lauter Klettern
fast vergassen zurück zur Hütte zu gehen. Alles halb so schlimm hatten wir doch
auch eine veritable Küchenmannschaft mit dabei, welche uns allen ein feines
Znacht gekocht hat.
Neben der Action mit den Kids gefallen mir die gemütlichen
Hüttenabende mit den Eltern wenn dann mal alle Kinder schlafen ganz besonders
gut. Und wirklich, man redet dann wenig über Kinder!
Am nächsten Morgen war der
Frost rasch von den Wiesen weg und wir konnten nochmals richtig das Klettern
und Abseilen geniessen. Wer aber meint, dass Kinder dann mal müde sind der
irrt. Mit einer feinen Wurst im Bauch lässt sich nämlich herrlich Seilzeihen,
fast bis das Seil zerreist! Otmar
Hofer
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