|
Piz Medel 26./27. Juli 2008 |
Samstagmorgen um 11 Uhr wartete ich bei der Posthaltestelle Curaglia
auf meine SAC-Kollegen aus Zürich. Gutgelaunt und völlig erholt kommen
diese in Graubünden an und natürlich musste ich auch gleich erfahren was
ich verpasst hatte, nämlich eine Zugfahrt in der 1. Klasse zum Preis der 2.
Klasse! Ah so, deshalb sehen alle so erholt aus, nun war alles klar.
Nach der Begrüssung machten wir uns auf den Weg zum Dorfrestaurant
um uns zu stärken bevor wir den Hüttenaufstieg in Angriff nahmen…
doch das einzige Dorfrestaurant war geschlossen! So blieb uns nichts anderes
übrig, als noch kurz vor 12 Uhr in den Denner zu stürzen und die
Gestelle mit Sandwichs leer zu räumen. Nach einem gemütlichen Picknick
am Dorfplatz von Curaglia machten wir uns dann auf den Weg Richtung
Medelserhütte. Dieser schlängelt sich durchs Val Platta und gibt wunderschöne
Aussichten auf die umliegenden Berggipfel frei. Nach der Hälfte des
Aufstiegs wollten wir eine kurze Pause einlegen, welche wir jedoch rasch
wieder abbrachen, da bereits die ersten Regentropfen vom Himmel fielen.
Es waren aber nur ein paar Tropfen… und trotzdem stand Sergio innerhalb
weniger Sekunden in voller Regenkleidung vor uns! ;-)
Der Aufstieg wurde zum Schluss sehr steil und die Wolken am Himmel
verdichteten sich immer mehr. Die ersten unserer Gruppe fanden geradeUnterschlupf unter dem Hüttenvordach, während andere noch die letzten Meter im Regen aufstiegen. Nach dem Zimmerbezug setzen wir uns in den schönen, neuen Aufenthaltsraum der Medelserhütte. Da wir noch viel Zeit bis zum Nachtessen zur Verfügung hatten, legten sich einige gleich aufs Ohr während andere eifrig Mikado spielten. Sonntagmorgen um 7 Uhr beschloss Paul, trotz verhangenem Himmel und Nebel, unsere Tour in Angriff zu nehmen, denn das Wetter hätte sich gemäss Wetterbericht bessern sollen. Nach ein paar «Kracksel-Wegen» erreichten wir den Gletscher und seilten uns an um sicher über den Gletscher zu kommen. Der Aufstieg auf den Piz Medel 3210 m.ü.M. war gut zu meistern und so sassen wir alle gemeinsam auf dem Gipfel und genossen die graue Aussicht. Leider leider konnten wir durch den Nebel nur einmal eine kurze Sicht auf die Greina-Ebene erhaschen. Der Abstieg über den Gletscher ging dank dem weichen Schnee sogar fast ohne Steigeisen. Zurück bei der Hütte blieb uns kurz Zeit etwas zu essen und zu trinken und dann gings wieder weiter, um pünktlich im Tal anzukommen. Trotz des schlechten Wetters am Sonntag hatten wir (Mania, Sergio, Ian, Markus, Paul und ich) viel Spass zusammen. Wahrscheinlich wäre die Aussicht vom Gipfel grandios gewesen…naja, jetzt müssen wir halt nochmals auf den Piz Medel! Natalie Zarn
|