Eine Idee wird umgesetzt - ab heute machen die «jüngeren Senioren» der
Sektion
Manegg allen übrigen Tourenfans das Terrain streitig!
Aufgrund der prekären Strassenverhältnisse nach den ausgiebigen
Schneefällen
in der Nacht, findet sich nur gerade die Hälfte der zehn Angemeldeten in
Sattel ein,
unserem Ausgangspunkt. Meine Spur des Vortages ist wider Erwarten nur
leicht
zugeschneit, sodass wir trotz teilweise dichtem Nebel mühelos den Aufstieg
zum
Mostelberg schaffen. Der nasse, harte Altschnee unter der dünnen
Neuschneedecke
verrät bereits, dass wir die Genussabfahrt wohl auf die nächste Tour
verschieben
müssen. Wir sind eine Gruppe, die sich aus sehr unterschiedlichen
Individuen
zusammensetzt. Grosmami Silvia, aus dem nördlichen Nachbarland stammend,
nützt stets Brunos Windschatten aus, dem immer hilfsbereiten Vollrentner;
Willi,
Doppelmitglied unserer Sektion, wohnt - wenn nicht irgendwo auf der Welt
unterwegs
- zwischendurch auch mal Zuhause; Ian, ein Landsmann von Queen Elisabeth
und zur Zeit auf Jobsuche, ist der Benjamin unter uns. Silvia, die Noch-Erwerbstätige, opfert einen Ferientag um ihre neuen Völkl zu testen. Dazu
gesellt sich der Tourenleiter, ein ehemals im Schnellverfahren beförderter
Frührentner. ---
Nach einer kurzen Rast frisch gestärkt geht’s leicht ansteigend weiter über
offene
Hänge und einem Weg folgend zur Bannegg.Noch ein Steilstück durch dichten Wald des Gipfelhangs und wir erreichen
nach 3¼ Stunden das Hochstuckli, wo wir das zwar unsichtbare, aber grandiose
Panorama geniessen. Wir sind uns schnell einig und wählen die Abfahrtspiste des
Skigebietes anstelle der Aufstiegsroute. Auf den wärmenden Kaffee im Bergrestaurant der Mittelstation müssen wir leider verzichten. Die Wirtin hat eben erst Nachwuchs geboren, wie die Tafel uns aufklärt. Mit rassigen Schwüngen vernichten wir die letzten 400 Höhenmeter bis zur Talstation der Gondelbahn. Trotz eher misslichen Wetterverhältnissen -<<Werktags unterwegs >> hat Spass gemacht.