Das Wetter sah für das Wochenende leider nicht allzu gut aus. Am Samstag wurden
für den Abend Gewitter gemeldet und der Sonntag versprach noch schlechter zu
werden. Deshalb wurde an der Tourbesprechung am Freitag einstimmig beschlossen,
dass wir die ganze Tour am Samstag durchführen werden.
Um 04:15 war Abfahrt in Zürich. Ankunft 06:00 auf der Passhöhe des Furkapasses.
Das Wetter war grandios und alle waren bester Laune obwohl die Eine oder der
Andere noch ein wenig müde war. Wir starteten über einzelne Schneefelder bis
zum markanten "Haniball", einem Felsturm, der am Fusse des
Galenstockes aus dem Schnee ragt. Hier machten wir kurz Pause mit Blick auf die
Sidelenhütte. Nachdem der Helm und die Steigeisen montiert waren, ging es
weiter über die noch harte Schneeflanke zum Einstieg am Grat, den wir in
zweieinhalb Stunden von der Passhöhe aus erreichten. Nach einer kurzen
Kraxelei war es Zeit die Steigeisen abzuziehen und sich anzuseilen. Der
Ausblick war schon von diesem Punkt aus eine Pracht. Vereinzelt zogen
Nebelschwaden vorbei, aber ansonsten war der Himmel ungetrübt und wir voller
Vorfreude auf die Kletterei und das bevorstehende Gipfelerlebnis!
Die Route ist an den etwas ausgesetzteren, schwierigeren Stellen gut mit
Bohrhaken abgesichert und sonst konnten an den vielen Felszacken hervorragende
Sicherungen mit Hilfe von Bandschlingen angebracht werden.
Am Ausstieg machten wir nochmals kurz Pause und bewunderten die Aussicht auf
den Rhonegletscher und den schon greifbar nahen Gipfel. Angeseilt nahmen wir
dann die letzte Etappe in Angriff. Nach einer guten halben Stunde hatten wir
die Firnflanke hinter uns und standen auf dem Gipfel. Alle freuten sich riesig
über den guten Entscheid, die Tour trotzdem durchgeführt zu haben, denn es war
ein unvergessliches Erlebnis!
Der Abstieg mit Blick auf den Rhonegletscher ging zumeist über Schnee und war
deshalb recht angenehm und einfach zu bewältigen. Nach ca. 2 Stunden standen
wir auf dem blanken Gletscher und die vielen schmalen Spalten waren gut zu
sehen.
Dreiviertel Stunden später hatten wir das Ende des Gletschers erreicht und
fanden uns mitten unter Japanern und anderen Touristen wieder, welche die
Gletschergrotte und den herrlichen Anblick über den Gletscher bestaunten. Die
Uhr zeigte 15 Uhr und somit waren wir genau im
Zeitplan.
Wieder auf der anderen Seite des Passes, gab's noch eine Riesenkäseschnitte,
während dem die Wolken aufzogen. Als wir uns wieder auf die Rückfahrt machten
begann es schon zu regnen.
Es war eine wirklich gelungene Tour und ich glaube jeder von uns wird sich noch
lange und gerne daran erinnern! Vielen Dank dir Urs, für die super
Tourenleitung.