Schweizer Alpen Club Sektion Manegg Zürich
Galenstock 4./5. Juli 2009


Das Wetter sah für das Wochenende leider nicht allzu gut aus. Am Samstag wurden für den Abend Gewitter gemeldet und der Sonntag versprach noch schlechter zu werden. Deshalb wurde an der Tourbesprechung am Freitag einstimmig beschlossen, dass wir die ganze Tour am Samstag durchführen werden.
Um 04:15 war Abfahrt in Zürich. Ankunft 06:00 auf der Passhöhe des Furkapasses. Das Wetter war grandios und alle waren bester Laune obwohl die Eine oder der Andere noch ein wenig müde war. Wir starteten über einzelne Schneefelder bis zum markanten "Haniball", einem Felsturm, der am Fusse des Galenstockes aus dem Schnee ragt. Hier machten wir kurz Pause mit Blick auf die Sidelenhütte. Nachdem der Helm und die Steigeisen montiert waren, ging es weiter über die noch harte Schneeflanke zum Einstieg am Grat, den wir in zweieinhalb Stunden von der Passhöhe aus erreichten.  Nach einer kurzen Kraxelei war es Zeit die Steigeisen abzuziehen und sich anzuseilen. Der Ausblick war schon von diesem Punkt aus eine Pracht. Vereinzelt zogen Nebelschwaden vorbei, aber ansonsten war der Himmel ungetrübt und wir voller Vorfreude auf die Kletterei und das bevorstehende Gipfelerlebnis!
Die Route ist an den etwas ausgesetzteren, schwierigeren Stellen gut mit Bohrhaken abgesichert und sonst konnten an den vielen Felszacken hervorragende Sicherungen mit Hilfe von Bandschlingen angebracht werden.
Am Ausstieg machten wir nochmals kurz Pause und bewunderten die Aussicht auf den Rhonegletscher und den schon greifbar nahen Gipfel. Angeseilt nahmen wir dann die letzte Etappe in Angriff. Nach einer guten halben Stunde hatten wir die Firnflanke hinter uns und standen auf dem Gipfel. Alle freuten sich riesig über den guten Entscheid, die Tour trotzdem durchgeführt zu haben, denn es war ein unvergessliches Erlebnis!
Der Abstieg mit Blick auf den Rhonegletscher ging zumeist über Schnee und war deshalb recht angenehm und einfach zu bewältigen. Nach ca. 2 Stunden standen wir auf dem blanken Gletscher und die vielen schmalen Spalten waren gut zu sehen.
Dreiviertel Stunden später hatten wir das Ende des Gletschers erreicht und fanden uns mitten unter Japanern und anderen Touristen wieder, welche die Gletschergrotte und den herrlichen Anblick über den Gletscher bestaunten. Die Uhr zeigte 15 Uhr und somit waren wir genau im Zeitplan.
Wieder auf der anderen Seite des Passes, gab's noch eine Riesenkäseschnitte, während dem die Wolken aufzogen. Als wir uns wieder auf die Rückfahrt machten begann es schon zu regnen.
Es war eine wirklich gelungene Tour und ich glaube jeder von uns wird sich noch lange und gerne daran erinnern! Vielen Dank dir Urs, für die super Tourenleitung.

Samuel F.

 
< Zurück   Weiter >
Advertisement
Advertisement